T League – Truls‘ Liga

Jens FellkeAktuelles, Portrait, SpielerportraitLeave a Comment

1200 Zuschauer sind im Durchschnitt bei den Spielen. Starke Emotionen sowohl in der Box als auch auf den Zuschauerrängen. Truls Möregårdh’s erste Saison in der noch fast neuen T League war abenteuerlich. ”Es ist phantastisch in dieser japanischen Liga zu spielen.”

2018/2019 wurde die Liga gestartet. Der Publikumsschnitt bei den Herren lag bei über 1.200 Zuschauern, bei den Damen etwas darunter. Die gerade vorzeitig zu Ende gegangene Saison lockte ungefähr gleich viele Zuschauer.
Die Liga wird mit vier Herren und vier Damenmannschaften gespielt. Diese sollten sieben! Mal gegeneinander spielen. Daraus wurde in diesem Jahr nichts. Das Coronavirus brachte der Liga schon im Februar ein jähes Ende. Da waren sieben von insgesamt 28 Runden der Grundserie noch nicht gespielt.

Essen bestellen. Foto: Jens Fellke

”Ein Mannschaftskampf beginnt mit einem Doppel über 2 Gewinnsätze”, erzählt Truls, als wir nach einem Training in der Nähe des Hotels, in dem er bei seinen Japan-Aufenthalten wohnt, zu Abend essen. Danach folgen drei Einzel über 3 Gewinnsätze mit verschiedenen Spielern. Bei 10-10 entscheidet der nächste Punkt, allerdings nicht im Entscheidungssatz, der mit zwei Punkten Vorsprung entschieden wird. Falls es 2-2 steht, fällt die Entscheidung in einem 1-Satz Match!

Die beiden punktbesten Mannschaften der Grundserie qualifizieren sich für das große Finale. Zu den direkt im Fernsehen übertragenen Endspielen im letzten Jahr kamen ca. 4.000 Zuschauer.
Die Anforderungen, die an die teilnehmenden Vereine und das Niveau der Spieler gestellt werden, sind sehr hoch. Um eine Lizenz für die Liga zu erhalten, muss jede Mannschaft ein Budget von mindestens 1,4 Millionen Euro vorweisen. Das Totalbudget für alle acht Mannschaften ist ungefähr 21 Millionen Euro. 

Truls und Kenta Matsudaira, Mannschaftskameraden in Saitama. Foto: Jens Fellke

Die Vereine finanzieren sich auf unterschiedliche Art und Weise. Der amtierende Meister der Liga, Kinoshita Meister, eine gigantische Immobilienfirma, hat alle Spieler der japanischen Olympiamannschaft für Tokio in seinen Reihen: Harimoto, Niwa und Mizutani.
Die Einnahmequellen von Saitama, Truls‘ Klub, sind viele verschiedene kleinere Sponsoren. Außer Truls repräsentieren der Engländer Liam Pitchford, der griechische Abwehrspieler Gionis und Hongkongs Wong die Mannschaft von Saitama. Aber auch die Japaner Kenta Matsudaira, Jin Takuya und dahinter Hirano, Matsuyama und Takami gehören noch zum Mannschaftsaufgebot. Die Konkurrenz ist hart für Truls, und in dieser verkürzten Saison ist er nur viermal zum Einsatz gekommen.

T League bedeutet starke Emotionen. Truls ist keine Ausnahme. Foto: World Table Tennis

„Es macht riesigen Spaß, in der T League zu spielen.“

„Es macht riesigen Spaß, in der T League zu spielen,“ sagt Truls. „Die Begeisterung bei den Spielen ist ungewöhnlich groß. Alle Spieler kämpfen wie die Tiere und dieser leidenschaftliche Einsatz überträgt sich aufs Publikum, die Stimmung ist phantastisch. Ich liebe es dort zu spielen und werde im nächsten Jahr wieder dabei sein.“

Und er mag seinen Verein – Saitama. „Wir bauen eine neue Halle, die bald fertiggestellt sein wird. Ich habe Kishikawa und Sakamoto als Trainer und Coach. Alles um die Mannschaft herum ist sehr professionell. Ich fühle mich hier pudelwohl.“
In seiner ersten Saison spielte Truls nur die besagten vier Spiele. Er schlug Morizono und Sambe und verlor gegen Morizono und den Weltranglistenzwölften Koki Niwa. Saitama lag lange auf dem zweiten Platz, landete aber letztendlich auf dem dritten Platz.

Bei den Damen hat Kinoshita Japans Topspielerin Ishikawa auf Position eins. Nissays (Nihon Insurance) Star ist die japanische Meisterin Hayata, Nippon Paint hat Kato. Im Team von Top Nagoya stehen die koreanische Verteidigungsspielerin Soo und die Taiwanesin Cheng.

Jens Fellke

Truls‘ Verein mit einigen Fans. Foto: World Table Tennis

Truls‘ Spiele in der T League 

23.11.2019
Okayama Rivets – Saitama 3-2
Morizono /Machi – Hirano/Matsudaira 2-0
Yoshimura – Jin 2-3
Morizono – Möregårdh 1-3 (7-11, 11-10, 9-11, 8-11)
Cho Daeseong – Pitchford 3-2
Cho – Jin 1-0 

08.02.2020
Saitama – Okayama Rivets 2-3
Wong/Matsudaira – Morizono/Machi 0-2
Möregårdh – Sambe 3-0 (11-8, 11-9, 11-9)
Wong – Morizono 0-3
Jin – Yoshida 3-0
Hirano – Yoshida 0-1



26.01.2020
Saitama – Okayama Rivets 1-3
Matsuyama/Takami – Morizono/Sambe 2-1
Jin-Yoshida 2-3
Möregårdh-Morizono 2-3 (8-11, 11-10, 11-7, 10-11, 10-12)
Matsudaira – Yoshimura K 2-3


09.02.2020
Kinoshita Meister  – Saitama 3-2
Uda/Tazoe – Wong/Jin 0-2
Niwa – Möregårdh 3-0
Jun – Jin 2-3
Harimoto – Matsudaira 3-1
Harimoto – Matsudaira 1-0

Die übrigen Spiele von Saitama 2020:

25.01.2020
Saitama –Ryukyu Asteeda  3-2
Matsuyama/Takami – Joo/Muramatsu 0-2
Matsudaira – Yoshimura M 2-3
Hirano – Kizukuri 3-2
Jin – Joo 3-0
Hirano-Yoshimura 1-0


11.02.2020
Ryukyu Asteeda   – Saitama    1-3
Yoshimura M/Li Ping – Wong Chin Ting/Jin Takuya 1-2
Kizukuri – Matsudaira 2-3
Joo Saehyuk – Jin 1-3
Yoshimura – Pitchford 3-1


16.02.2020 
Saitama –Ryukyu Asteeda  2-3
Wong/Jin – Li Ping/Yoshimura Maharu 2-0
Matsudaira – Chuan 3-2
Pitchford – Arinobu 2-3
Jin – Yoshimura M 0-3
Matsudaira – Chuan 0-1



01.02.2020
Ryukyu Asteeda – Saitama    2-3
Li Ping /Yoshimura – Pitchford/Hirano 2-1
Muramatsu – Matsudaira 2-3
Yoshimura-Hirano 3-2
Joo Saehyuk – Jin 1-3
Li Ping – Jin 0-1


15.02.2020
Saitama – Kinoshita Meister 1-3
Wong /Jin – Niwa Tazoe 0-2
Kenta – Jun 2-3
Pitchford – Niwa 0-3
Jin Takuya – Hou Yingchao 3-0

Die Eingangstür zum TT-Verein Saitama. Foto: Jens Fellke

Tabellen

Herren
Kinoshita Meister15647
Ryukyu Asteeda111039
TT Saitama101139
Okayama Rivets61523
Damen
Nissey Redelf14751
Kinoshita Abyell13843
Top Nagoya81331
Nipponpaint Mallets71429

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