Medaillen für die Jüngsten

Jens FellkeAktuelles, Portrait, Spielerportrait

Annett Kaufmann und Jele Stortz mit ihren Medaillen. Foto: Lara Broich

Die seit kurzem dem compass Team angehörenden Spielerinnen Annett Kaufmann und Jele Stortz holten Bronze in der Schülerinnen Mannschaft bei der Jugend-EM im tschechischen Ostrava am 11. Juli 2019. 
Einen großen Triumph gab es für die deutsche Mädchen Mannschaft, die beinahe sensationell Russland im Finale besiegen konnte, während Russland sowohl bei den Schülern und den Jungen den EM-Titel erringen konnte. Die deutschen Jungen und Schüler gewannen, ebenso wie die Schülerinnen, Bronze.

Die junge deutsche Schülerinnen Mannschaft hatte den 1. Platz in ihrer Gruppe durch einen knappen 3-2 Sieg in einer Art Gruppenfinale über Kroatien belegt. Im entscheidenden fünften Spiel kämpfte Annett ihre kroatische Gegnerin, Loncarevic mit 11-9 im 5. Satz nieder. Jele trug im Doppel, zusammen mit Naomi Pankjkovic, zum Mannschaftssieg bei.

„Im Kopf war ich stabiler als meine Gegnerin“.

Annett Kaufmann

In der Runde der letzten 16 führte Annett das Team mit zwei gewonnenen Einzeln und dem gewonnen Doppel mit Naomi zum 3-1 Sieg über Ungarn. 
Obwohl sie vorher noch kein Mal das erste Spiel im Mannschaftskampf gemacht hatte und sich deshalb etwas unsicher fühlte, sagte sie zu MyTischtennis.de: „Aber es hat alles geklappt.“ Wichtig für die beiden Siege sei ihrer Ansicht nach gewesen, „daß ich ruhig geblieben bin. Im Kopf war ich stabiler als meine Gegnerin“.

Kämpferisch: Naomi und Annett im Doppel. Foto: M. Steinbrenner

Im Viertelfinale war das deutsche Team nach Siegen von Annett und Naomi in den Einzeln und der beiden zusammen im Doppel mit 3-0 den Polinnen überlegen. Und das, obwohl Annett auch in diesem Spiel angespannt war. „Ich mache nicht so gerne das erste Spiel“, erklärte die 13-jährige. „Deshalb war ich auch ziemlich nervös.“ Dass es trotz Nervosität zu Siegen reichte, ist ein gutes Zeichen!

Im Halbfinale wartete Russland. Aber obwohl Annett für eine verheißungsvolle 1-0 Führung nach einer hervorragenden Leistung gegen die spätere Vizeeuropameisterin im Einzel, Voronina, sorgte, reichte es nicht. Nach Niederlagen von Naomi und dem Verlust des Doppels Annett/Jele und einer zweiten, sehr knappen Niederlage von Naomi gegen Voronina, war der Traum vom Finale ausgeträumt.

Annett gewann acht von neun Einzeln während der Mannschaftskämpfe in Ostrava. Foto: M. Steinbrenner

„Ich mache nicht so gerne das erste Spiel. Deshalb war ich auch ziemlich nervös“.

Annett Kaufmann

Im Finale verlor Russland mit 1-3 gegen Frankreich, das mit der Prithika Pavade, die sowohl ihre beiden Einzel als auch das Doppel gewann, die überragende Spielerin in seinen Reihen hatte.

Alles in allem spielte die sehr junge deutsche Mannschaft, Bundestrainerin Lara Broich kann noch zwei Jahre auf sowohl Annett Kaufmann als auch Jele Stortz und Mia Griesel in der Schülerinnen Klasse bauen, ein hervorragendes Turnier. Sensationell war die Bilanz von 8-1 von Annett!

Aber nicht nur die deutschen Schülerinnen können optimistisch in die Zukunft schauen. Die Mädchenmannschaft gewann sensationell den Europameister Titel und auch hier sind die Leistungsträger Anastasia Bondareva, die im Finale im entscheidenden 5. Spiel den Entscheidungssatz gegen die favorisierte Kolish gewann, und Sophia Klee noch ein bzw. zwei Jahre dabei.

Die deutsche Mädchenmannschaft mit Gold. Foto: M. Steinbrenner

Bei den Jungen und Schülern holten die Russen, die mit ihren Teams in allen Finalen vertreten waren, beide Titel. Ebenfalls sehr erfolgreich waren die deutsche Schüler- und die Jungenmannschaft, die, wie die Schülerinnen, Bronze gewannen. Der 3. Platz bedeutete für die Jungen, dass auch sie sich, ebenso wie die Mädchen, für die Jugendweltmeisterschaften in Bangkok im November 2019, qualifiziert haben.