Annett wird mit dem Deutschen Team sensationell Europameister!

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Die compass Spielerin Annett Kaufmann war Teil des Deutschen Teams, welches Rumänien sensationell mit 3:1 im Finale der Team-Europameisterschaften bezwang.

Annett Kaufmann, 15 Jahre alt und Team-Europameisterin. Fotos: ETTU

Sekunden nach dem Goldmoment, beim Spielstand von 10:7 im fünften und entscheidenden Satz, als Nina Mittelham den Aufschlag von Elizabeta Samara mit etwas Sidespin zurückschupfte, was den rumänischen Star so überraschte, dass sie den Ball ins Aus spielte, lagen sich die frisch gekürten Europameisterinnen in den Armen und sprangen umschlungen voller Freude durch die Box.

Siegertanz

”Ich war überwältigt”, sagt Annett. ”Ich konnte es in diesem Moment garnicht glauben, dass wir Europameisterinnen sind. Es hat sich aber gleichzeitig auch erleichternd angefühlt, da es dann keine Aufregung und Nervosität mehr gab. Ich war in dem Moment nur überglücklich und stolz auf uns, dass wir gewonnen haben.”

Ganz besonderer Glanz

Das Unerwartete gab diesem Moment einen ganz besonderen Glanz. Es war eine wahre Sensation, dass Nina Mittelham, Annett Kaufmann, Sabine Winter und Chantal Mantz dort standen, als frisch gekürte Europameisterinnen. Keine der drei Olympiateilnehmerinnen des Deutschen Teams war in Cluj. Die Verantwortung wurde an ein Quartett aus jungen und, was Großveranstaltung anbetrifft, weniger erfahrenen Spielerinnen übergeben.

Trotzdem haben sie es geschafft. Gestartet mit einem 3:0 gegen die Slowakei und einem 3:1 gegen Spanien in der Gruppenphase, ging ihr Siegeszug mit einem 3:0 im Viertelfinale gegen Polen und einem 3:1 im Halbfinale gegen Portugal weiter. Schließlich besiegten sie den Titelverteidiger aus Rumänien mit 3:1, was verhinderte, dass der Gastgeber seinen dritten Titel in Folge feiern konnte.”Es war möglich durch unser Team-Spirit, unseren Teamgeist und unsere Bindung konnten wir es schaffen. Genauso durch die starke Leistung von Nina, Sabine und Chanti. Aber auch durch die Leistung von den Trainern und der Bank.”

Annetts Vorhand Topspin brachte einige Punkte gegen Labosova

Einsatz gegen die Slowakei

Ab dem Viertelfinale betrat Annett Kaufmann zwar nicht mehr die Box, doch im Gruppenspiel gegen die Slowakei gab sie ihr Debut als Nationalspielerin bei den Erwachsenen. Deutschland führte 2:0 als Annett für ihr Spiel gegen Ema Labosova an den Tisch ging. Nach einem holprigen Start, geprägt von Nervosität, zeigte Annett ihr bestes Tischtennis in den entscheidenden Ballwechseln. Zwei starke Vorhand Topspins und ein kurzer Rückschlag bei 8:8 brachten ihr drei Punkte am Stück und den ersten Satz.

Zweiter Satz. Annett mit drei Punkten im Rückstand – 4:7, 5:8, 6:9. Bei 8:10 wieder eine furchtlose Vorhand in die tiefe Rückhand von Labosova und dann ein direkter Aufschlagpunkt. Die Variation mit ihrer Vorhand – harte Schläge gemischt mit sehr rotationsreichen Bällen – brachte ihr letztlich den zweiten Satz mit 13:11.

Die zwei ungenutzten Satzbälle hatten wohl großen Einfluss auf die Slowakin. So ging der dritte Satz klar an Annett, die mit einer 2:0 Führung viel entspannter aufschlug und wesentlich stabiler mit ihrer Rückhand agierte. 11:3 hieß es am Ende.

”Ich war natürlich total aufgeregt, da es mein erstes Spiel war, weshalb ich in den ersten beiden Sätzen ein paar Schwierigkeiten hatte. Ich kannte sie schon, dennoch hatte ich gegen sie noch nie gespielt, was auch etwas neu für mich war. Als ich etwas im Spiel drinnen war, konnte ich ihre Schwachpunkte sehen, welche ich dann ausnutzen konnte.”

Was bedeutet es dir, diesen Titel gewonnen zu haben? Herzlichen Glückwunsch übrigens!

”Vielen Dank. Es bedeutet mir sehr viel. Da ich ja schon im Juli auch mit der Mannschaft Gold bei der Jugend-EM gewonnen hatte, da war ich sehr sehr stolz, aber jetzt zu wissen, dass ich mit der Damen- Nationalmannschaft den EM-Titel gewonnen habe, ist nochmal ein anderes unfassbar und unbeschreibliches Gefühl.”

Wir sind die neuen Europameisterinnen! Von links: Chantal Mantz, Nina Mittelham, Annett Kaufmann, Sabine Winter und Trainerin Tamara Boros.

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